Über das Projekt ProBot
ProBot: Proaktive Diagnose und Gestaltung des CoBot-Einsatzes in kleinen und mittleren Unternehmen
Unterstützung für KMU
Gestaltungsempfehlungen für MRK
Einblicke in die Welt der Cobots
Steigender Wettbewerbsdruck und Fachkräftemangel stellen zunehmend Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft dar. Für den Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaftskraft könnte die innovative Technologie der kollaborierende Roboter (sogenannte Cobots) eine Möglichkeit sein, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Cobots ermöglichen eine direkte Zusammenarbeit von Menschen und Robotern und eine flexiblere Anpassung an sich verändernde Bedingungen als vollautomatisierte Lösungen. Das Ziel eines Cobot-Einsatzes besteht in einer gewinnbringenden Kombination der Fähigkeiten von Menschen und Robotern. So können Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und, durch die Übernahme von monotonen oder körperlich belastenden Tätigkeiten, die Arbeitsplatzattraktivität gesteigert werden.
Insbesondere KMU gelingt es bisher häufig nicht oder nur teilweise, diese Potenziale zu erschließen. An diesem Punkt setzt das ProBot-Projekt (Proaktive Diagnose und Gestaltung des CoBot-Einsatzes in kleinen und mittleren Unternehmen) an.
In der Projektlaufzeit von drei Jahren wurden verschiedene Methoden entwickelt und evaluiert, die im Kontext dieser Homepage zu einer interaktiven Einführungsunterstützung gebündelt werden und in Form des KMU-Cobot-Coaches allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung steht.
Projekt-Konsortium
Wissenschaftspartner
Das Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation (ifab) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat die Konsortialführung des Projektes inne. Das ifab analysiert die betrachteten Arbeitsplätze ergonomisch, evaluiert die Veränderung der Tätigkeit durch MRK-Applikationen und betrachtet Aspekte der Machbarkeit sowie des Potenzials von Cobots.
www.ifab.kit.edu
Das Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) der Hochschule Karlsruhe (HKA) führt im Projekt Anforderungsanalysen durch, erforscht die Wirtschaftlichkeit und die Akzeptanz von Cobots sowie die für ein MCA notwendigen Qualifikationen. Das ILIN verantwortet die technische Umsetzung des KMU-Cobot-Coaches und befasst sich mit der Evaluation der Methoden.
www.h-ka.de/ilin/
Die Forschungsgruppe für Robotik und Autonome Systeme (iRAS) am Institut für Angewandte Forschung der Hochschule Karlsruhe unterstützt die Anwendungspartner bei der Umsetzung der MRK-Applikation. Das iRAS befasst sich sowohl mit der Vereinfachung der Risikobeurteilung für MCA als auch mit unterschiedlichen Interaktionsformen mit Cobots.
www.h-ka.de/iaf/iras
Technologiepartner
Die ArtiMinds Robotics GmbH bringt Expertise im Bereich Roboterinbetriebnahme und -bedienung ein. Sie sind Hersteller der ArtiMinds Robot Programming Suite, eine Softwarelösung zur intuitiven, herstellerunabhängigen Programmierung von Industrierobotern.
www.artiminds.com
Die robodev GmbH kombiniert verschiedene Hard- und Softwaremodule zu einem einfach nutzbaren robotischen System, welches Anwendungsunternehmen bei der Handhabung, Montage und Qualitätssicherung ihrer Produkte unterstützt.
www.robodev.com
Anwendungspartner
Die Leutron GmbH produziert diverse Produkte im Bereich Elektro, Blitz- und Überspannungsschutz. Der Cobot-Einsatz fokussiert eine effiziente Produktion trotz hoher Produktvielfalt und eine Steigerung der Arbeitsplatzattraktivität.
www.leutron.de
Die Maus GmbH ist im Bereich Modell- und Formenbau angesiedelt und produziert insbesondere Rotationsgussformen. Cobots sollen zur Realisierung von wirtschaftlichen und gesundheitsschonenden Prozessen in der Einzelfertigung von schweren Werkstücken eingesetzt werden.
www.maus-gmbh.de
Die RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH stellt Produkte im Bereich Düngetechnik, Kommunaltechnik und Sätetechnik her. Mit dem Einsatz eines Cobots soll den steigenden Marktanforderungen erfolgreich begegnet sowie die Ressource Mensch geschont werden.
www.rauch.de
Die SCHNORR GmbH erzeugt Tellerfedern, Sicherungsscheiben und damit in Verbindung stehende Produkte. Im Kontext der Kleinserienfertigung sollen Prozesse durch den Einsatz von Cobots wirtschaftlicher und gesundheitsschonender gestaltet werden.
www.schnorr-group.com
Transferpartner
Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.
www.arbeitswissenschaft.net
Landesnetzwerk Mechatronik Baden-Württemberg
www.mechatronik-bw.de
Veröffentlichungen
Hornung, L., Lawo, S. & Wurll, C. (2020).A New Approach to Gesture Based Real-Time Robot Programming Using Mixed Reality. Upper-Rhine Artificial Intelligence Symposium 2020.
Kopp T., Schäfer, A., & Kinkel, S. (2020). Kollaborierende oder kollaborationsfähige Roboter? Welche Rolle spielt die Mensch-Roboter-Kollaboration in der Praxis?. Industrie 4.0 Management, 2020 (2), 19-23.
Lorenz, M., Heine, T. & Deml, B. (2020). Entwicklung einer Methode zur vergleichenden Bewertung bestehender Arbeitsplätze in Bezug auf ihr Potential für eine Mensch-Roboter-Kollaboration. In GfA, Dortmund (Hrsg.): Tagungsband 66. GfA-Frühjahrskongress: Digitaler Wandel, digitale Arbeit, digitaler Mensch?, Beitrag B.11.2, Berlin, 16.03 – 18.03.2020.
Schäfer, A., Kopp T., & Kinkel, S. (2020). Vorteile und Rahmenbedingungen einer Einführung von kollaborierenden Robotern in kleinen und mittleren Unternehmen. Forschung aktuell 2020.
Kopp, T. (2020). Die Wirkkraft der Sprache auf die Wahrnehmung neuartiger Technologien wie kollaborationsfähiger Roboter (Cobots) oder künstlicher Intelligenz (KI). In F. Nees, I. Stengel, G. Meister, T. Barton, F. Herrmann, C. Müller & M. Wolf (Hrsg.), Angewandte Forschung in der Wirtschaftsinformatik 2020 (S. 41–52). mana-Buch.
Baumgartner, M., Kopp, T. & Kinkel, S. (2020). Industrielle Mensch-Roboter-Interaktion in KMU: KMU unterschätzen das Potenzial der Mensch-Roboter-Interaktion. wt-WerkstattsTechnik online, 110(3), 146–150.
Baumgartner, M., Kopp, T. & Kinkel, S. (2022). Analysing Factory Workers’ Acceptance of Collaborative Robots: A Web-Based Tool for Company Representatives. Electronics, 11(1). https://doi.org/10.3390/electronics11010145
Hornung, L., Bellalouna, F., Wurll, C. (2021). Multi-User Training Application for Robot Programming using Virtual Reality Technology. IEEE CogInfoCom 2021.
Kopp, T., Baumgartner, M. & Kinkel, S. (2021). Success factors for introducing industrial human-robot interaction in practice: an empirically driven framework. The International Journal of Advanced Manufacturing Technology, 112(3-4), 685–704. https://doi.org/10.1007/s00170-020-06398-0
Kopp, T., Hendig, I. & Kinkel, S. (2021). Kollaborationsfähige Roboter: Hype oder Zukunftstechnologie? − Ergebnisse einer empirischen Marktanalyse. Industrie 4.0 Management(3), 53–57.
Kölmel, L., Kluy, L., Chastellier, J., Riedel, N. & Deml, B. (2021). Aufgabenallokation in der Mensch-Roboter-Kollaboration: Der Einfluss externer Agenten und verschiedener Zielkriterien auf Zufriedenheit und Akzeptanz. Poster Session präsentiert auf der 12. AOW-Fachgruppentagung. Chemnitz, DE.
Hornung, L., Wurll, C. (2021). Human-Robot Collaboration: a Survey on the State of the Art focusing on Risk Assessment. RACIR 2021.
Huck, T., Münch, N., Hornung, L., Wurll, C. (2021). Risk assessment tools for industrial human-robot collaboration: Novel approaches and practical needs. Safety Science. Vol. 141. https://doi.org/10.1016/j.ssci.2021.105288
Kopp, T., Baumgartner, M. & Kinkel, S. (2021). How linguistic framing affects factory workers’ initial trust in collaborative robots: The interplay between anthropomorphism and technological replacement. International Journal of Human-Computer Studies. https://doi.org/10.1016/j.ijhcs.2021.102730